Aberglaube im Alltag
Hochzeitsbräuche
Wenn ein Mädchen wissen möchte, aus welcher Richtung Ihr zukünftiger Mann kommt, dann soll Sie einen Besen anzünden. Die Richtung in die der Rauch zieht, verrät die Ankommensrichtung des Bräutigams.
Das Brautkleid soll nicht vor der Hochzeit angezogen werden, weil der Bräutigam sonst die Verlobung löst.
Wenn Regen in den Kranz der Braut fällt, dann wird sie viel zu weinen haben.
Nach der Hochzeit soll die Frau zuerst in das Haus treten und dreimal sagen: "Ich bin der Wolf und du das Schaf" So bestimmt sie, wo es lang geht.
Wenn ein starker Wind aufkommt und der Schleier der Braut im Wind weht, dann wird die Ehe nicht gut gehen.
Nach der Trauung soll die Braut ihren Brautstrauß in die Menge werfen. Diejenige, die den Strauß fängt, wird als nächstes heiraten.
Braut und Bräutigam sollen sich am Morgen vor der Hochzeit nicht sehen.
Geld
Wenn man jemand anderem einen Geldbeutel schenkt, dann muss man einen Glückspfennig hinein geben, weil das Geschenk sollst Unglück bringt. Es heißt, das Geld würde sich sonst nicht vermehren.
Wenn eine Münze auf den Boden fällt, bedeutet das: "Liegt Geld auf dem Boden, geht es schnell zur Tür hinaus."
Wenn die linke Hand juckt, bekommt man unerwartet Geld.
Glück und Unglück Aberglaube
Aberglaube Messer
Wenn man ein Messer findest, sollte man es unbedingt liegen lassen, weil es sonst Unglück bringt.
Wenn man einen Spiegel zerbricht, hat man sieben Jahre Unglück.
Wenn man über dem Eingang der Wohnung ein Hufeisen hängen hat, dann wird man vor bösem bewahrt, allerdings nur mit der Öffnung nach unten, sonst wird man vom Pech verfolgt.
Begegne einem Schornsteinfeger und du wirst Glück haben.
Wenn die linke Seite deines Weges von einer Schafherde begleitet wird, dann bringt das Glück.
Blumen
Rote Rosen gelten als Symbol der Liebe. Gelbe deuten auf Betrug hin und weiße wollen dir sagen, dass du nicht geliebt wirst.
Margariten bringen Freude und Glück ins Haus.
Tulpen können zerbrochene Herzen heulen und nach einem Streit Versöhnung herbeiführen.
Ein Mädchen mit einem Gänseblümchen im Haar, will nicht heiraten.
Aberglaube Schwangerschaft und Geburt
Das frisch gelegte Ei ohne Dotter soll man über das Nachbarhaus werfen. Ansonsten bekommt ein altes Weib ein Kind.
Bevor das Kind nicht auf der Welt ist, soll man die Wiege nicht schaukeln, weil das Kind dann später viel weinen wird.
Schwangere Frauen sollen das essen, was Ihnen schmeckt, damit das Kind später nicht wählerisch in der Essenauswahl ist.
Bindet man dem neugeborenen Kind ein rotes Band an die rechte Hand, dann wird es nicht "beschrien".
Kleine Kinder soll man nicht durch ein Fenster heben, nicht über es drüber springen und nicht messen, weil sie sonst nicht mehr wachsen.
Tod und Beerdigungen
Beim Leichenschmaus nach einer Beerdigung wird auch ein Platz für den Verstorbenen freigelassen und auch für ihn gedeckt.
Wenn jemandem ein Gegenstand ins Grab fällt, so wird er auch bald sterben.
Wenn es kürzlich einen Todesfall gab, dann soll man im Haus keine Türen schlagen, weil dies den Seelen weh tut.