Aberglaube in der Türkei
Der Aberglaube in der Türkei ist anders als bei uns in Deutschland zu deuten. Türkischer Aberglaube ist zum Beispiel, dass das Nägelkürzen in der Nacht auch das Leben verkürzt. Außerdem glaubt man daran, dass Krieg in der Türkei Geschichte aufkommt, wenn der Hahn nachts anfängt zu krähen. Ebenfalls soll man darauf achten, dass man dem Baby nicht die Füße küsst, weil dies großes Unglück hervorrufen soll. Wenn man in der Türkei donnerstags die Wäsche wäscht, soll dies großen Reichtum bescheren. Eine große Sünde ist es, freitags das Haus zu putzen.
Was mit unserem Aberglauben gleich kommt, ist, dass der Bräutigam das Hochzeitskleid nicht vor der Hochzeit sehen darf.
Wieder anders als bei uns, ist der Brauch, dass derjenige, der dem anderen während des Ehevertragunterschreibens auf dem Fuß tritt, der Herr des Hauses sein wird. Noch ein Aberglaube in der Türkei ist, dass man die Körperlänge eines Kindes nicht messen darf, weil das Kind dann nicht mehr wachsen soll und so kurz bleibt. Wenn zwei religiöse Festzeiten anstehen, soll zwischendurch nicht geheiratet werden. Eine schwangere Frau soll nichts Hässliches anschauen, weil das Kind sonst auch hässlich wird. Man soll nicht über ein Kind hinweg springen, weil es sonst kurz bleibt. "Das Blaue Auge" schützt vor neidischen Blicken.
Auch wieder etwas, was unserem Aberglauben gleich ist: Ein zerbrochener Spiegel bringt sieben Jahre Unglück.
Wenn man Kinderwäsche länger als bis nach Sonnenuntergang hängen lässt, dann wird das Kind verzaubert. Krabbelt ein Baby im Haus, dann wird Besuch kommen. Wenn eine religiöse und heilige Nacht ist, dann darf das Haus nicht mit dem Besen gefegt werden. Scheren und Messer dürfen nie von Hand zu Hand gereicht werden, denn Schere bedeutet Feind. Man soll keine Grabsteine lesen oder mit dem Finger auf sie deuten, weil dies Vergessenheit mit sich bringt.
Ähnlich wie bei uns gibt es beim Schwören einen Trick, damit der Schwur nicht gilt Bei uns ist es das Fingerkreuzen, in der Türkei muss man den Fuß heben.