Aberglaube in China
In Sachen Umgangsformen in China sind die Chinesen sehr engstirnig, ohne dies negativ auf sie auszulegen. Man muss wissen, mit welchen Wörtern und Gesten man sie – vor allem die älteren unter ihnen – begrüßt. Die chinesischen Sätze "Ni Hao" und "Nin Hao" bedeuten "Wie geht es Ihnen?". Diese kann man auch so benutzen. Wenn man einen guten Eindruck machen möchte, vor allem bei den traditionellen Chinesen, dann sollte man auf Förmlichkeiten achten.
Um mit Chinesen zu kommunizieren und zu arbeiten, muss man einige Dinge beachten. Zum Beispiel sind die drei Hauptfarben der chinesischen Kultur rot, weiß und schwarz. In China ist rot eine Farbe für Zufall, Glück und Ruhm und sie ist deswegen ein gutes chinesisches Symbol. Negatives Symbol ist in China schwarz. Sie assoziieren diese Farbe mit Traurigkeit, Schmutz, Böse und Begräbnisse. Man sollte also zu keiner Feier und zu keinem glücklichen Fall, wie zum Beispiel einer Hochzeit die Farbe schwarz tragen. Die Farbe Weiß ist bei den Chinesen eine völlig neutrale Farbe. Sie ist für die Chinesen ein Mittelweg zwischen rot und schwarz. Sie symbolisiert Leben, Einigkeit und Ehrlichkeit.
Die chinesische Kultur ist, was Geschenke betrifft sehr kleinlich. Einige Geschenke, wie zum Beispiel die Uhr ist kein sehr vorteilhaftes Geschenk für einen Chinesen. Sie bedeutet in China "Tod", man würde also den Freund sterben lassen. Auch das Buch ist solch ein Kandidat. Für die Chinesen bedeutet ein Geschenk in Form eines Buches "verlieren".
Wenn man einen Aufenthalt in Singapur hat, dann sollte man darauf achten, dass man nie auf einen "joss stick" tritt. Für die Toten und Ihre Familien ist dies respektlos und macht unglücklich.
Auch zum Thema Sonnenfinsternis hatten die Chinesen eine außergewöhnliche Denkweise. Sie glaubten früher, dass die Sonne durch einen Drachen gefressen wird. Man versuchte früher mit lautem Getöse den Drachen davon abzuhalten, das Sonnenlicht zu stehlen. Auch in Japan wurden bei Sonnenfinsternis Brunnen abgedeckt, weil sie dachten, das Wasser würde vergiftet werden.
In China glaubt man daran, dass die Gottheiten Wünsche erfüllen können und ihnen bei Problemen helfen. Man betet dabei zur Statue oder zu einem Bild der Gottheit. Dabei hält man einen oder mehrere Weihrauchstäbchen in der Hand und bittet während des Gebetes, bringt aber auch eine symbolische Gegenleistung. Auf dem Boden knien und ständige Verbeugungen gehören während des Gebets dazu. Wenn man die Weihrauchstäbchen in ein dafür vorgesehenes Gefäß stellt, dann ist das Gebet beendet. Wenn man dabei das Gefühl hat, dass der entsprechende Gott das Gebet erhört hat, dann wird ein Opfer dargebracht. Dies wird in Form von Lebensmitteln oder Verbrennen von Geld-Imitaten gemacht. Wenn man das Gefühl hat, dass Gott sich dem Wunsch nicht angenommen hat, dann kann man es ja immer noch bei einem anderen Gott versuchen.